tex-lock in zeiten von corona – so entstand das leipziger gesichtsvisier

Wir machen gerade alle ungewöhnliche Zeiten durch. Nicht nur Klopapier wurde zur Mangelware, sondern auch die so dringend benötigte Schutzausrüstung. Wir bei Texlock haben uns mal umgeschaut, was Menschen in unserem Umfeld Positives zur aktuellen Lage beitragen.

Unser Produktentwickler Elkana arbeitet sonst an den neusten tex-lock Modellen. Er hatte die Idee ein Gesichtsvisier
 zu entwickeln und so gegen Covid-19 zu helfen. Hier die ganze Geschichte:

alles auf anfang – erzähl uns wie es los ging!

Es ging ziemlich exakt nachmittags am 20 März 2020 los. Ein Freund hatte mir den Link zu #WIRVSVIRUS – der Hackathon der Bundesregierung geschickt. Wir hatten den Anmeldezeitraum verpasst und so blieb uns nur übrig die Kickoff-Veranstaltung Live im Netz zu verfolgen. #WIRVSVIRUS bot jedem die Plattform um sich zu connecten, seine Ideen einzubringen und innerhalb des folgenden Wochenendes Lösungen gegen die Corona-Pandemie zu erarbeiten. Wie oben bereits erwähnt, hatte ich diesen Zug verpasst…
… aber es hat einen Funken entfacht. Der musste zwar ein paar Tage lodern, kam dann aber doch durch und setzte sich in meinem Kopf fest.


der plan war gefasst – wie ging es weiter?

In Folge des #WIRVSVIRUS-Hackathons bildete sich eine riesige Online-Community, die anfing Schutzausrüstung in den eigenen vier Wänden herzustellen und an Krankenhäuser und Pflegepersonal zu verteilen. Es war klar: ich wollte auch helfen. 
Da ich aber weder große Nähmöglichkeiten, noch vier 3D-Drucker im Keller hatte, musste ich einen anderen Weg finden mich einzubringen. Ich überlegte also was für Ressourcen ich habe und wie ich diese möglichst gut zum Einsatz bringen könne. Mir fiel die Firma Dick & Dick ein. Diese kannte ich bereits durch die Zusammenarbeit mit Texlock und wusste, dass sie alles Mögliche im 3D Druck Verfahren herstellen kann und ihren Firmensitz direkt bei Texlock um die Ecke hat.


wie sahen die nächsten schritte aus?

Nachdem ich ihnen meine Idee vorgestellt hatte, ein Gesichtsvisier (Face Shield) für medizinisches Personal zum Selbstkostenpreis herzustellen und somit lokale Bedarfe mit Schutzausrüstung aus Leipzig abzudecken, waren sie sofort mit von der Partie.

Zusammen entwickelten wir innerhalb von 1,5 Wochen ein passendes Design, organisierten die Zusammenarbeit mit weiteren lokalen Firmen, fanden passende Lieferanten und „ZACK“ hatte das Kind laufen gelernt. Gut 2 Wochen nach dem Initialgedanken hatten wir eine vollständige Produktionslinie geschaffen, welche nun über 1000 Stück pro Woche produziert.


texlock bild
texlock bild

und für wen sind all diese visiere?

Grundlegend sind die Visiere für alle die sie benötigen. Natürlich war unser ursprüngliches Kredo: support your local crew; also frei übersetzt: lokal produziert, für lokale Bedarfe. Primär dachten wir dabei an Medizin- und Pflegepersonal. Da wir aber in und um Leipzig bereits viele versorgt haben und auch über eine entsprechende Logistik verfügen, versenden wir nun auch deutschlandweit. Somit kann nun jede(r/s) Praxis, Krankenhaus oder auch Supermarktkette, kleine Geschäfte und natürlich auch privat Personen, die gewünschte Menge bei uns erhalten. 


Falls ihr Interesse an dem Leipziger Gesichtsvisier habt, findet ihr es unter www.dick-dick.de/dick-dick-covid-19 oder schreibt per Mail an gesichtsvisier@protonmail.com