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Unsere internationalen Traumfahrradtouren – TOP 5

Wir haben uns einmal ein paar Gedanken gemacht, welche Fahrradtouren wir ganz besonders toll und spannend finden. Dabei haben wir sowohl an Tour-Einsteiger als auch erfahrene Radfahrer gedacht. Eines vorweg: Dies sind nur kleine Appetithappen. Jeder sollte sich selbst nochmal ein Bild machen und bei Gefallen ausführlich informieren. Denn jede Tour setzt eine weitreichende Planung voraus.

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Photo by Patrick Hendry on Unsplash

1. Kanada: Trans Canada Trail (auch: The Great Trail)

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Photo by Banter Snaps on Unsplash

Zunächst einmal eine kleine Warnung vorweg: Wer in seinem Leben die Chance hat, nach Kanada zu reisen, wird sich in dieses faszinierende Land verlieben. Dafür muss man auch nicht die gesamten rund 24.000 Kilometern des längsten (Rad-)Wanderwegs der Welt zurücklegen. Bereits einzelne Etappen des Trans Canada Trails (seit 2016 auch The Great Trail) lassen erahnen, welch atemberaubende Natur dieses Fleckchen Erde zu bieten hat. Der Trail führt durch alle Provinzen sowie Territorien Kanadas und reicht von St. John’s im Osten bis nach Vancouver Island im Westen – wer möchte kann auch noch einen Abstecher in die Northwest Territories ans Arktische Meer machen. Neben dem Fahrrad kann der Trail im Übrigen auch per Pedes, streckenweise als Kanuroute oder im Winter mit Langlaufskiern beziehungsweise Schneemobil erkundet werden. Wer tatsächlich die Möglichkeit und Ambition hat, den gesamten Trail zu fahren, der kann sich auf einen abwechslungsreichen Ritt durch das zweitgrößte Land der Welt einstellen: Im Osten die Küsten mit rauen Felsen gefolgt von der Prärielandschaft Zentralkanadas und schließlich die Rocky Mountains im Westen und das ewige Eis im nördlichen Yukon Territorium. Und auch von den Schwierigkeitsgraden her sind die einzelnen Etappen recht unterschiedlich. Weniger geübte Radfahrer sollten sich deshalb vorab informieren, welche Strecken sich tatsächlich eigenen.

Ob man das Abenteuer allein in Angriff nimmt oder mit mehreren fährt – die Befürchtung ganz allein auf weiter Flur zu sein, stellt sich wahrscheinlich nicht ein. Entlang des Weges befinden sich Hunderte Städte, kleinen Ortschaften, Dörfer und Gemeinden. Außerdem gibt es 86 sogenannte „Trail Pavillions“, in denen man andere Radfahrer, Wanderer oder Kanuten treffen und sich mit ihnen austauschen kann.

Die Idee zum Great Trail „von Kanadiern für Kanadier“ entstand 1992, offiziell eröffnet wurde er schließlich 2017 – pünktlich zum 150-jährigen Geburtstag des Landes. Finanziert wurde das Projekt hauptsächlich durch Spendengelder und Sponsoren. Für den Bau griff man zu 75 Prozent auf bereits vorhandenen Wanderwege und historische Pfade, Nationalparks und auf stillgelegten Eisenbahntrassen zurück.

2. Argentinien/Chile: Patagonien (z.B. Carretera Austral)

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Photo by O'car Johann Campos on Unsplash

Ebenso faszinierend wie der Norden Amerikas offenbart sich auch das andere Ende des Doppelkontinents: Patagonien aka „das Ende der Welt“. In der Region im Osten Argentiniens und Westen Chiles lässt sich so manches Naturwunder der Erde bestaunen. Atemberaubende Seen- und Flusslabyrinthe, Fjorde, Berge, Gletscher- und Eislandschaften, spektakuläre Urwälder, einsame Steppen – you name it you got it.

Eine der wohl bekanntesten, schönsten aber auch herausforderndsten Strecken für Radfahrer ist wohl die Carretera Austral. Die mehr 1.200 Kilometer lange Straße (Ruta 7) im Chilenischen Teil Patagonien bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten. Da sind die Fjorde und Regenwälder im Pumalin Park im Norden, der Nationalpark Queulat mit seinem gleichnamigen Gletscher, ein wenig abseits der Strecke der Rio Futaleufé, der Cerro Castillo mit seinem wunderschönen Gletschersee, die Mamorhöhlen am See General Carrera in Puerto Rio Tranquilo und ganz am Ende Villa O'Higgins mit dem gleichnamigen Gletscher und See. All diese Highlights erfordern aber auch jede Menge Kraftanstrengung und Durchhaltevermögen. Denn die Straße besteht immer noch zu einem größeren Teil aus Schotter, hinzu kommen steile Anstiege gefolgt von ebensolchen Abschüssen. Auch das Wetter schlägt hier so manche Kapriole: Sonne, Regen, Wind und Sturm – all das wird einem wohl begegnen und zur mentalen und körperlichen Herausforderung anwachsen. Zudem ist die Region dünn besiedelt, man ist also oft auf sich allein gestellt und sollte auf jeden Fall eine gute Ausrüstung und Bekleidung sowie genügend Vorräte einplanen. Aber dann kann das Abenteuer auch starten.

3. Norwegen: Lofoten

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Photo by Nicki Eliza Schinow on Unsplash

Speaking of Fjorde – der geneigte Mitteleuropäer verortet diese ja eher im Norden seines eigenen Kontinents. Und dort führt uns die nächste Radroute auch hin. Norwegen ist ein Traumziel vieler Reisender: Kein Wunder – bietet es doch Natur pur. Wildtiere, Polarlichter, Mitternachtssonne, majestätische Berge, Seen, Flüsse, eiskalte Wasserfälle und eben smaragdgrün schimmernde Fjorde. So auch auf den Lofoten. Die in den wilden Gewässern des europäischen Nordmeeres liegende Inselgruppe ist ein wahres Paradies für Radfahrer. Auch dank des Golfstroms, der für milde klimatische Bedingungen sorgt. Vor große Herausforderungen stellt einen die Route nicht. Umso mehr kann man die wunderschöne Landschaft, die pittoresken Fischerdörfchen sowie die Steinzeit- oder Wikingersiedlungen bewundern und genießen. Ach ja, Wetter gibt es schon – auch hier können einem Wind und Regen ganz schön ins Gesicht blasen, deshalb sollte eine angemessene Ausrüstung mitgenommen werden.

4. Neuseeland: Otago Central Rail Trail

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Photo by Oliver Hae on Unsplash

Wer mit dem Rad eine Zeitreise in die Goldrausch-Ära unternehmen möchte, der sollte auf die andere Seite der Erdkugel fahren – nach Neuseeland. Ein Reiseziel, dass man sicherlich auch gerne ansteuert. Schließlich gilt der Inselstaat als Paradies für Outdoor-Fans. Und wer es bisher tatsächlich noch nicht gehört oder gelesen hat: In diesem außergewöhnlichen Setting entstanden die „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Trilogien.

Aber unsere Radreise führt uns nicht an die Drehorte dieser Blockbuster. Vielmehr entführt uns eine im 19. Jahrhundert gebaute und mittlerweile stillgelegte Eisenbahnstrecke 150 Kilometer in die malerische Landschaft der Südinsel. Zwischen Middlemarch und Clyde lernt man viel über die Geschichte des noch jungen Landes. Wie von Bahnstrecken gewohnt ist die Route sehr geradlinig. Sie durchquert Tunnel und Viadukte und verläuft entlang des Taieri Flusses sowie zerklüfteter Felsen.

5. Südafrika: Garden Route

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Photo by Martijn Vermeltfoort on Unsplash

Wer es exotisch mag, sich allerdings das Jetlag-Feeling ersparen möchte, sollte nach Südafrika reisen. Dieses vielfältige Land hat einiges zu bieten: faszinierende Tierwelten, beeindruckende Kulturen, atemberaubende Abenteuer, beispiellose Traditionen und große Gastfreundschaft. Vieles hiervon lässt sich entlang der Garden Route live und in Farbe erleben. Sie reicht offiziell ca. 300 Küstenkilometer von Mossel Bay bis zur Mündung des Storm Rivers, wird aber oft auf die Strecke Kapstadt – Port Elizabeth verlängert. In jedem Fall führt sie entlang der Nationalstraße 2 an der Küste des Indischen Ozeans und ihr Name ist Programm: Hier finden sich zahlreiche exotische Pflanzen. Die Landschaft ist geprägt von Bergen, Steilküsten, tiefen Wäldern, Halbwüsten und wunderschönen weißen Sandstränden. Die Badeorte bieten sich für durchaus längere Verschnaufpausen und die ein oder andere Wassersportaktivität an. Nicht selten begegnet man an den Küsten auch Delfinen, Walen und Pinguinen. Giraffen, Antilopen, Gnus, Nashörner und Büffel lassen sich wiederum im Garden-Route-Nationalpark bewundern, der aus dem Tsitsikamma National Park, Wilderness National Park und der Knysna Lake Area hervorging. Wem es nach all der Natur ein wenig nach Großstadtflair dürstet, der sollte auf jeden Fall einen Abstecher nach Kapstadt machen. Die Metropole gilt als Traumstadt: Kein Wunder – am Fuße des Tafelbergs gelegen und umgeben von zwei Ozeanen bietet sie Kulturen-Mix und Lifestyle pur. Ausgezeichnete Shoppingmöglichkeiten, hippe Bars, hervorragende Restaurants und großartige Weingüter sind ein El Dorado für Genießer aus der ganzen Welt.

Dank der gut ausgebauten Straßen ist die Garden Route keine große Herausforderung, das Wetter manches Mal doch. Deshalb sollte man die Tour am besten zwischen Dezember und April machen – also im Sommer und Herbst der südlichen Hemisphäre.